© Bürgerstiftung Offenbach/ Bernd Georg

20. März 2026
Diesterweg-Stipendium Standorttag

Diesterweg-Stipendium Standorttag 2026 in Offenbach: Austausch, Reflexion und gemeinsame Zukunftsvisionen.

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Unter dem Leitmotiv „Vom Erkennen zum Wirken!“ fand in Offenbach der diesjährige Standorttag des Diesterweg-Stipendiums statt. Vertreterinnen und Vertreter aller deutschen Diesterweg-Standorte, Fördernde sowie lokale Partner kamen für 2 Tage zusammen, um ihre Arbeit zu reflektieren, voneinander zu lernen und die Zukunft des Programms aktiv zu gestalten.

 

Ann Kathrin Linsenhoff, Vorstandsvorsitzende der Linsenhoff-Stiftung, betonte: „Als ehemalige Leistungssportlerin schätze ich besonders die klare Zielvereinbarung mit den Familien. Familie ist der Ansatz – ein Kind im Gesamtkontext zu fördern, ist der Schlüssel.“

 

Als langjährige Förderin des Programms in Offenbach unterstrich sie zudem: „Die Stetigkeit der Förderung ist ein ganz entscheidender Faktor für den Erfolg.“ Gleichzeitig hob sie hervor, dass das Programm deutschlandweit weiterwachsen müsse, um noch mehr Familien zu erreichen.

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Die diesjährige Tagung wurde vom Offenbacher Diesterweg-Stipendium in Trägerschaft der Bürgerstiftung Offenbach im Quartierssaal im ostpol ausgerichtet – in enger Zusammenarbeit mit der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main als Ideengeberin des Programms.

 

Das inhaltliche Programm entwickelte Katja Werner, bildungsbeauftragte Vorständin der Bürgerstiftung Offenbach, gemeinsam mit der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main sowie der Projektleiterin des Diesterweg-Stipendiums in Offenbach, Nina Waibel-Rohde.

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Mit Blick auf die bundesweite Zusammenarbeit unterstrich Prof. Dr. Frank Dievernich, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main –

Transferpartnerin für die deutschen Standorte – die strategische Bedeutung des Netzwerks:

 

„Die Stärke des Diesterweg-Stipendiums liegt auch in der Gemeinschaft der Standorte. Das Potenzial, voneinander zu lernen, ist enorm. Gleichzeitig erleben wir gesellschaftliche Veränderungen, die auch für unsere Familien spürbar sind.  Umso wichtiger ist eine gemeinsame Offensive aller Standorte als Kerngruppe, um das Programm in weitere Kommunen und Städte zu tragen.

 

Das Diesterweg-Stipendium ist ein sehr wirksames Instrument, um Familien zu integrieren und an der Gesellschaft teilhaben zu lassen. Die Kinder dieser Familien mit ihren Potenzialen sind unsere Zukunft.

 

Daher sollte jede Kommune und jede Stadt dieses Programm auf die eigenen Bedürfnisse angepasst übernehmen.“

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Tag 1: Reflexion, Wertschätzung und Visionen

Der erste Veranstaltungstag stand unter dem Motto „Erkennen, Anerkennen und Verstehen“ und richtete sich zunächst an die Mitarbeitenden der verschiedenen Standorte. Bereits zum Auftakt wurde in interaktiven Formaten deutlich, wie vielfältig die Arbeit vor Ort ist: In einer gemeinsamen Bestandsaufnahme präsentierten die Standorte ihre Strukturen, Angebote und Rahmenbedingungen – geprägt von unterschiedlichen regionalen Gegebenheiten, Netzwerken und Ressourcen.

 

Ein besonderer Moment war die gegenseitige Wertschätzung der geleisteten Arbeit: In einer gemeinsamen „Lobdusche“ wurde sichtbar, welcher „Schatz“ in den vergangenen 18 Jahren entstanden ist – getragen vom Engagement zahlreicher Haupt- und Ehrenamtlicher.

 

Im weiteren Verlauf entwickelten die Teilnehmenden Zukunftsbilder für ihre Standorte. In einem kreativen Prozess – von Reflexion bis hin zu einer „Traumreise“ – formulierten sie Visionen für die kommenden fünf Jahre und konkretisierten erste Ideen zur Umsetzung. Die „Schwarmintelligenz“ der Gruppe spielte dabei eine zentrale Rolle.

 

Am Nachmittag rückten grundlegende Fragen von Verantwortung und Rolle in den Fokus: Mit dem Blick auf Beziehungsgestaltung und systemische Prinzipien reflektierten die Teilnehmenden ihre Arbeit mit den Diesterweg-Familien im Spannungsfeld von Unter-stützung, Selbstverantwortung und professioneller Haltung.

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Tag 2: Dialog, Transfer und konkrete Praxis

Den zweiten Tag eröffnete nach Winfried Männche, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Offenbach, dann Stephan Färber, Stadtverordnetenvorsteher, im Namen der Stadt Offenbach und hob die Bedeutung des Projekts für die Stadt hervor: „Das Diesterweg-Stipendium ist ein überaus wertvoller Baustein der Offenbacher Bildungslandschaft.

 

Eine Aussage der Stipendiatin der ersten Stunde, Fatima Achakzai, dazu hat mich tief bewegt: „Das Diesterweg-Stipendium hat mir Türen geöffnet, von denen ich noch nicht einmal wusste, dass es sie gibt.“ Und genau das zeigt die nachhaltige Wirkung dieses Engagements, so Stephan Färber.

Der zweite Tag stand unter dem Motto „Entwickeln und Wirken“ und öffnete den Raum auch für Träger, Förderer und Unterstützer aus der gesamten Republik. Im gemeinsamen Dialog wurden die Erkenntnisse des Vortages aufgegriffen und weitergedacht – mit dem Ziel, die Zukunftsfähigkeit der einzelnen Standorte sowie des Gesamtprogramms zu stärken.

 

Im Mittelpunkt standen dabei Fragen wie: Welche Entwicklungen sind notwendig, um den wachsenden gesellschaftlichen Herausforderungen zu begegnen? Wie kann die Zusammenarbeit zwischen den Standorten weiter intensiviert werden? Und welche gemeinsamen Strategien können helfen, das Programm noch breiter zu verankern?

Gemeinsam Zukunft gestalten

Der Diesterweg-Standorttag 2026 in Offenbach machte eindrucksvoll deutlich: Die Herausforderungen im Bildungsbereich wachsen, doch ebenso wächst die Bereitschaft der Verantwortlichen, ihnen gemeinsam zu begegnen.

 

Der intensive Austausch, die Offenheit für neue Ideen und Wege und die enger werdende Zusammenarbeit aller Beteiligten bilden eine starke Grundlage, das Diesterweg-Stipendium auch zukünftig erfolgreich weiterzuentwickeln und noch vielen weiteren Familien Türen zu öffnen, von denen sie noch nicht einmal wissen, dass es sie gibt.

 

Ich freue mich sehr mit meiner Linsenhoff-Stiftung die Diesterweg-Familien in Offenbach unterstützen zu können.

Herzlichst

 

Ihre