Weltkindertag 2015: „Kinder willkommen!“

Der Weltkindertag findet in Deutschland in diesem Jahr unter dem Motto „Kinder willkommen!“ statt. Das Deutsche Kinderhilfswerk und UNICEF Deutschland rufen an diesem Tag dazu auf, die Rechte und Bedürfnisse aller Kinder in das Zentrum von Politik und Gesellschaft zu stellen. Ausdrücklich sind hier auch Kinder und Jugendliche gemeint, die als Flüchtlinge in Deutschland Schutz suchen.

„Alle Kinder sind in Deutschland willkommen – und haben auch ihre eigenständigen Rechte, die wir weiter stärken wollen. Das ist die Botschaft des Weltkindertages“, sagt Ann Kathrin Linsenhoff, Vorsitzende der Linsenhoff-Stiftung und stellvertretende Vorsitzende von UNICEF Deutschland.  „Wir setzen uns dafür ein, in Deutschland ein kinderfreundliches Umfeld zu schaffen, in dem sich alle Kinder wohlfühlen und sich entfalten können. Die konkrete Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention ist dafür eine wichtige Voraussetzung.“

Die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen von 1989 garantiert allen Kindern das Recht auf Überleben, persönliche Entwicklung, Schutz vor Ausbeutung und Gewalt sowie das Recht auf Beteiligung – unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe oder Religion. Die Kinderrechte gelten in den Entwicklungsländern ebenso wie in Industrieländern. Deutschland hat die Kinderrechtskonvention 1992 ratifiziert und sich verpflichtet, diese umzusetzen. Anlässlich des Weltkindertages haben bundesweit zahlreiche Initiativen unter dem gemeinsamen Motto „Kinder willkommen!“ auf die Kinderrechte aufmerksam gemacht.

Millionen Kinder auf der Flucht: UNICEF hilft auch vor Ort

Der Weltkindertag ist in diesem Jahr von besonderer Wichtigkeit, denn in Europa, Asien und Afrika sind aktuell Millionen Kinder von schweren Krisen und Konflikten betroffen und sind mit oder auch ohne ihre Familien auf der Flucht. Die Kinder leiden unter den Gegebenheiten natürlich am meisten. Deshalb ist es auch gleichgültig wie die genauen Umstände und Ursachen der Flucht sind – eines ist sicher: UNICEF ist überall für diese Kinder da und heisst sie willkommen.

Das Kinderhilfswerk kümmert sich weltweit um Flüchtlingskinder und darum, sie vor Ort mit dem Nötigsten zu versorgen – so zum Beispiel in Syrien und seinen Nachbarländern, im Jemen, Südsudan oder in Zentralafrika. Dafür stellt UNICEF in den großen Flüchtlingscamps sauberes Wasser und Zusatznahrung bereit, organisiert Impfkampagnen und baut Notschulen auf. Diese Notschulen sind deshalb so wichtig, weil laut eines aktuellen UNICEF-Berichts („Education Under Fire”) in diesen Kriegs- und Krisenregionen mehr als 13 Millionen Kinder derzeit nicht zur Schule gehen können und somit auch jeder Chance auf Bildung beraubt werden. UNICEF sorgt neben diesen Notschulen zudem für so genannte Kinderfreundliche Orte, in denen Kinder spielen und ein Stück Normalität im Chaos erfahren können.

Weitere Informationen zur UNICEF-Nothilfe für Kinder und Spendenmöglichkeiten finden Sie bei www.unicef.de.

Zudem hat UNICEF anlässlich des Weltkindertages eine Umfrage veröffentlicht, die untersucht inwieweit Deutschland ein kinderfreundliches Land ist. Die Umfrage finden Sie hier.

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