Ein Name mit Tradition

Es kann nur ein perfektes Tier für das Familienwappen der Linsenhoffs geben: das Pferd! Seit Generationen spielen diese starken Tiere mit dem sanften Wesen eine elementare Rolle im Familienleben.

In China die Liebe zu den Pferden entdeckt: Die erste Generation

Adolf Schindling

Adolf Schindling

Es war Ann Kathrin Linsenhoffs Großvater Adolf Schindling, der diese große Leidenschaft entfaltete. Dabei entdeckte er seine Liebe zu den Pferden auf ganz kuriose Weise. Der gelernte Kaufmann heuerte 1907 als Matrose bei der Marine-Artillerie an und wurde in eine fernab gelegene deutsche Kolonie entsandt – nach Tsingtau, China. Eines Tages entschloss sich Adolf Schindling dort an einem Pferderennen für Amateure teil zu nehmen.

Dieser eine Ritt reichte, um seine lebenslange Begeisterung für Pferde zu wecken. Und weil er Visionen hatte, war er stets erfolgreich mit all seinen Vorhaben. Zurück in der Heimat wurde er einer der herausragenden Unternehmer seiner Zeit mit den Tachometerwerken VDO. Darüber vergaß der viel beschäftigte Adolf Schindling aber keineswegs seinen Enthusiasmus für Rennpferde und gründete das Gestüt Asta. Eine Entscheidung, die er sicher nicht bereut hat, denn aus der Zucht gingen zwei Derbysieger hervor.

Olympia-Gold für Liselott Linsenhoff: Die zweite Generation

Liselott-Linsenhoff

Liselott Linsenhoff

Auch seine Tochter Liselott liebte die Pferde, teilte aber die Passion ihres Vaters für Rennpferde nur bedingt. Sie ging ihren eigenen Weg und widmete sich der klassischen Reitkunst – der Dressur. Selbstverständlich unterstützte Adolf Schindling sie mit aller Kraft. Er versorgte sie mit hervorragenden Pferden und engagierte den besten Ausbilder, Otto Lörke. Wieder eine Entscheidung von großer Tragkraft, denn der Turnierstall Schwarz-Gelb wurde durch die Erfolge seiner Tochter ein kleines Imperium im Dressursport.

Liselott Schindling heiratete Fritz Linsenhoff, ebenfalls ein Könner im Sattel. Es kam nicht selten vor, dass in den Ergebnislisten einer Dressurprüfung der Name Linsenhoff gleich zweimal für die ersten beiden Plätze notiert wurde. Meist Liselott vor Fritz – und manchmal auch umgekehrt. Doch die ganz große Karriere machte Liselott. Mit ihrem Talent und ihrer Zielstrebigkeit durchbrach sie als erste Frau die Männerdomäne im Dressurreiten und wurde als erste Frau Einzel-Olympiasiegerin 1972 in München.

Spitzensport und humanitäres Engagement: Die dritte Generation

Klaus-Martin-Rath und Ann-Kathtrin-Linsenhoff

Klaus-Martin-Rath und Ann Kathtrin-Linsenhoff

Die Liebe zum Pferd und dazu noch dieses besondere Sieger-Gen vererbten sich zweifelsohne weiter an ihre Tochter Ann Kathrin. Kaum konnte sie laufen, saß sie auch schon im Sattel und begann ihre Karriere im Dressursport – ebenfalls mit dem Triumph der olympischen Goldmedaille – in Seoul 1988.

Unzählige Siegerschleifen, Pokale und Medaillen zieren den Schafhof, den Familiensitz in Kronberg im Taunus. Doch es geht den Schindlings und Linsenhoffs immer um mehr, als um den reinen Pferdesport. Es geht auch immer um soziales Engagement und ein nachhaltige Miteinander. Das hat auf dem Schafhof Tradition – mit Ann Kathrin Linsenhoff, ihrem Mann Klaus-Martin Rath und ihren fünf Kindern – der vierten Generation.

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