Für die Rechte der Mädchen weltweit ist 2015 ein sehr wichtiges Jahr: Die neuen globalen „Nachhaltigkeits- und Entwicklungsziele“, die die Vereinten Nationen Ende September verabschiedet haben, stützen explizit das zentrale Anliegen, die Rechte und die Bildung von Mädchen und Frauen nachhaltig zu stärken. Auf diese gesellschaftliche Chance, die Benachteiligung von Mädchen so rasch wie möglich zu beenden, macht auch der internationale Weltmädchentag aufmerksam, der am 11. Oktober 2015 zum nunmehr vierten Mal stattfand.

Einige Beispiele:

  • Etwa 57 Millionen Kinder im Grundschulalter weltweit können nicht zur Schule gehen. Davon betroffen sind deutlich häufiger Mädchen – vor allem aus dem Süden Afrikas und aus Südasien.
  • Etwa zehn Millionen Mädchen werden jedes Jahr zwangsverheiratet.
  • Frauen besitzen nur ca. zehn Prozent des Welteinkommens.

Daraus resultiert, dass sich viele Frauen keine eigene Existenz schaffen können und in unfreiwilliger Unmündigkeit leben. „Das ist ein Missstand, der bereits zu lange so hingenommen wird“, so Ann Kathrin Linsenhoff, Vorsitzende der Linsenhoff-Stiftung und stellvertretende Vorsitzende von UNICEF Deutschland. Und weiter: „Der Weltmädchentag ist wichtig, um die nach wie vor bestehenden Ungleichheiten und deren massiv negativen Auswirkungen zu benennen, denen Mädchen und Frauen vielerorts ausgesetzt sind.“

Der Weltmädchentag bietet auch den Anlass, auf die Kinderrechtskonvention der UNO von 1989 aufmerksam zu machen: Mädchen haben die gleichen Rechte wie Jungen. Sie haben ein Recht auf Bildung, auf Selbstbestimmung und auf ein gewaltfreies Leben.

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