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Bereits zum 8. Mal in Folge hat das Frankfurter Kultur Komitee zusammen mit seinen Projektpartnern erfolgreich die Spendentrommel gerührt – und viele hundert Bücher für Frankfurter Schulen gesammelt. Mittlerweile könne man von einer richtigen Tradition sprechen, sagte Sylvia von Metzler, die zur Veranstaltung begrüßte.

Insgesamt 14 großzügige und engagierte Unternehmen und Stiftungen sind dem Spendenaufruf gefolgt und haben somit einen Beitrag zur Leseförderung an Grundschulen geleistet. Stadträtin Sarah Sorge, Dezernentin für Bildung und Frauen der Stadt Frankfurt, bedankte sich für diese Investition, die in den Schulbibliotheken gut angelegt ist. „Es ist eine Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft“, betonte sie.

Bücherübergabe - Fotos: Dirk Beichert BusinessPhoto

Bücherübergabe an die Lehrer – Fotos: Dirk Beichert BusinessPhoto

Im Schuljahr 2015/16 ist Frankfurt Modellregion für inklusive Schulentwicklung. Stadträtin Sorge liegt das Thema Inklusion besonders am Herzen. In Ihrer Eröffnungsrede sprach sie von einer „großen gesamtgesellschaftlichen Bedeutung des Themas“ und weiß, dass Inklusion sowohl Chance als auch Herausforderung ist.

Die 45-minütige Podiumsdiskussion, die von Dr. Florian Balke, Redakteur der Rhein- Main-Zeitung (FAZ) moderiert wurde, griff verschiedene interessante Aspekte des Themas auf. Während Stadträtin Sorge die politische Lage gut verständlich beleuchtete, konnte Petra Fischer vom staatlichen Schulamt aus der Praxis berichten. Sie ist Mitglied der Steuergruppe zur Entwicklung der Gesamtkonzeption für die Modellregion Inklusive Schulentwicklung.

Prof. Dr. Ewers sprach über die Möglichkeiten, das Thema Inklusion in der Literatur wiederzugeben, ohne dabei didaktisch oder aufdringlich pädagogisch zu wirken. Werke für Kinder zu schreiben, die nicht den „Duft des Problembuchs“ haben, so Ewers, würde besonders Andreas Steinhöfel auf unnachahmliche Weise gelingen. Der vielfach preisgekrönte Kinderbuchautor Andreas Steinhöfel, ebenfalls Gast auf dem Podium, wies jedoch deutlich darauf hin, dass seine Bücher Ideale sind, die nicht die Realität widerspiegeln.

Dennoch, mit seinem Werk „Oskar, Rico und die Tieferschatten“ hat er es geschafft, das Anderssein, und dadurch auch das Normalsein, in ein neues Licht zu rücken und so bei den jungen Lesern und Kinozuschauern für Mitmenschlichkeit und Toleranz zu werben.

Prof. Dr. Pohl betonte, dass bei allen guten Vorsätzen für die inklusive Beschulung nicht vergessen werden sollte, dass für diese Kinder auch ein langfristiges Konzept entwickelt werden muss. Wenn die Schule vorbei ist, darf für diese jungen Erwachsenen mit der Arbeitswelt der Weg in die Gesellschaft nicht wieder enden. Er plädierte zudem auf eine Veränderung des Schulsystems, bei dem nicht alle Kinder „über einen Kamm geschert werden“ und besonders „die Persönlichkeitsentwicklung“ im Vordergrund steht. Dies traf im Publikum, das größtenteils aus Praktikern bestand, auf große Zustimmung.

Mit der symbolischen Übergabe an die Schulen, unter anderem durch die anwesenden Sponsoren, ging die Veranstaltung dem Ende zu.