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Eine Schule im Südsudan – auch für Mädchen. Foto: Linsenhoff / UNICEF

Ann Kathrin Linsenhoff wirbt anlässlich des Weltfrauentages für stärkeres Engagement in der Mädchen-Bildung

„Jedes Mädchen und jede Frau verdient eine faire Chance im Leben“, sagt Ann Kathrin Linsenhoff anlässlich des Weltfrauentages 2015. „Bildung ist dabei alles – wenn man über Bildung verfügt, ist man selbstbewusster und hat eine reelle Chance im Leben“, sagt die stellvertretende Vorsitzende von UNICEF Deutschland vor allem mit Blick auf die Situation in den ärmsten Ländern der Welt.

Wirtschaftliche Not ist in den Kriegs- und Krisengebieten eine der Hauptursachen für die Verheiratung von minderjährigen Mädchen und der damit einhergehenden  Perspektivlosigkeit. Vor allem in Afrika ist die Rate der Mädchen, die sich um den Haushalt zuhause und später in der Ehe kümmern müssen, sehr hoch. Mehr als die Hälfte der zwangsverheirateten Mädchen entstammen dem ärmsten Fünftel der Bevölkerung.

„Deshalb ist es so wichtig, gerade den Mädchen frühzeitig Bildung zukommen zu lassen und ihnen damit den Rücken zu stärken.“ Die Ann Kathrin Linsenhoff-UNICEF-Stiftung ist aus diesem Grund bereits seit vielen Jahren in der Mädchen-Bildung engagiert.

Im Südsudan hat die Stiftung so 23 Dorfschulen für Mädchen gebaut. „Hilfreich war uns dabei immer die so genannte `Schule in der Kiste` von UNICEF“, so Linsenhoff. Mit einer „Schule in der Kiste“ kann man Unterricht für etwa 40 Kinder improvisieren. Das mobile Klassenzimmer enthält Schiefertafeln, Kreide, Schulhefte, Radiergummis, Spitzer, Bleistifte, Schultaschen, Lineale und Scheren für jedes Kind in einer stabilen Metallbox. Zusätzlich sind eine aufblasbare Weltkugel, ein Radio mit Kurbelbetrieb, eine Uhr sowie weitere Unterrichtsmaterialien dabei. „Diese Kiste kann der Ausgangspunkt für ein neues Leben der Kinder sein.“

Eine dieser Kisten kostet gerade einmal 175 €. Informationen dazu finden Sie auch bei UNICEF.

Flüchtlingskinder im Nahen Osten betroffen

Diese Kisten setzt UNICEF auch im Nahen Osten ein. Denn auch in den dortigen Kriegsgebieten bringen Armut und fehlende Einkommensperspektiven viele Flüchtlingsfamilien dazu, ihre minderjährigen Töchter zu verheiraten. Der Anteil verheirateter syrischer Mädchen bspw. hat sich zwischen 2011 und 2014 fast verdreifacht. Hinzu kommt, dass Heirat auch eine Möglichkeit ist, die Mädchen in den Lagern vor gewaltsamen Übergriffen zu schützen oder eine Genehmigung zu bekommen, um die Lager zu verlassen und in der Umgebung Arbeit zu suchen. All dies sind aber natürlich keine Lebenssituationen für Kinder.

Ann Kathrin Linsenhoff setzt sich deshalb konsequent für die Mädchen-Bildung ein. „Es gibt noch viel zu tun und der Weltfrauentag ist ein willkommener Anlass, immer wieder auf die Situation vieler Mädchen und junger Frauen aufmerksam zu machen“, so Ann Kathrin Linsenhoff.

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