Weltweit sind mehr als 68 Millionen Menschen auf der Flucht – so viele wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Sie fliehen vor Unterdrückung und Verfolgung, vor Krieg und Menschenrechtsverletzungen. Hinzu kommen viele Tausend, die nach Naturkatastrophen ihre Heimat verlassen müssen. Ein Ende dieser dramatischen Lage ist nicht absehbar.

Die meisten Flüchtlinge kommen zurzeit aus Syrien – etwa 6 Millionen Menschen sind innerhalb Syriens und mehr als 5,6 Millionen außerhalb Syriens auf der Flucht. Die meisten der aus Syrien geflohenen Menschen haben in den Nachbarländern Schutz gesucht. Nur knapp acht Prozent von ihnen leben in Flüchtlingslagern, die anderen sind in Städten und Gemeinden untergebracht. (Quelle)

Hinter jedem einzelnen Flüchtling verbergen sich ein individuelles Schicksal und viele tragische Erlebnisse, die lebenslang prägend sein werden. In den vielen Gesprächen, die ich während meiner Reisen durch Libanon oder Jordanien geführt habe, wurde mir dies ausführlich geschildert. Ganz aktuell erfahre ich die Erlebnisse im Kontakt mit den Kindern und Familien in den Diesterweg Projekten der Bürgerstiftung in Offenbach und des Diakonischen Werks in Frankfurt-Bonames sowie im Mädchenbüro Milena in Frankfurt.

Wir leben in einer Gesellschaft des Wohlstandes und Friedens. Daher tragen wir Verantwortung gegenüber den Menschen, die unschuldig vor Gewalt und Zerstörung fliehen und ihre Heimat verlassen müssen, um ihr Leben zu schützen.

Am heutigen internationalen Weltflüchtlingstag möchte ich die Aufmerksamkeit auf all die Menschen richten, die sich auf der Flucht befinden. Setzen Sie mit mir ein Zeichen gegen Diskriminierung, Zerstörung, Hass und Krieg !

Herzlichst

Ann Kathrin Linsenhoff