Bereits vor knapp 20 Jahren – am 12. Februar 2002 – trat das Fakultativprotokoll zur Kinderrechtskonvention zum Verbot des Einsatzes von Kindern und Jugendlichen als Soldatinnen und Soldaten in Kraft. Seitdem gilt die Rekrutierung von Kindern unter 15 Jahren als Kriegsverbrechen. Minderjährige dürfen nicht gegen ihren Willen eingezogen werden oder an Kampfhandlungen teilnehmen.

Durch das Fakultativprotokoll ist bereits viel passiert. Unter anderem wurden Verantwortliche erstmals vor dem Internationalen Strafgerichtshof für ihre Taten angeklagt. Es muss aber noch viel getan werden, damit es keine Kindersoldaten und -soldatinnen mehr gibt und diese schwere Kinderrechtsverletzung endlich beendet ist.

Instabilität, bewaffnete Konflikte, Kriege und chronische Gewalt führen weiterhin dazu, dass trotz weltweitem Verbot immer noch zehntausende Kinder als Kindersoldaten und -soldatinnen für Kämpfe und Kriege missbraucht werden und jedes Jahr weitere Kinder zwangsrekrutiert werden. Kinder und Jugendliche sind leichter zu manipulieren, gehorsam und für bewaffnete Gruppen oft preiswerter als erwachsene Soldatinnen und Soldaten. Quelle

Manche Schätzungen gehen von bis zu 250.000 Kindersoldaten und Kindersoldatinnen weltweit aus, aber Beweise gibt es in nur deutlich weniger Fällen. Die Vereinten Nationen veröffentlichen jedes Jahr einen Bericht über Kinder in Konflikten […] Auf dieser sogenannten „Liste der Schande“ stehen momentan über 60 Konfliktparteien. In 20 Ländern beziehungsweise Konfliktsituationen werden schwerste Menschenrechtsverletzungen gegen Kinder begangen […].

Besonders viele Mädchen und Jungen werden von verschiedenen Gruppen in den langwierigen Konflikten im Südsudan, in der Zentralafrikanischen Republik, in der Demokratischen Republik Kongo, in Somalia, in Syrien und im Jemen für ihre Zwecke missbraucht. Auch in Afghanistan, Mali oder Myanmar werden Mädchen und Jungen als Kindersoldaten oder Helfer von bewaffneten Gruppen eingesetzt. Quelle

Auf Ihrer Reise 2018 in die Kasai Region der Demokratischen Republik Kongo für die Ann-Kathrin-Linsenhoff-Stiftung für UNICEF konnte sich die Stiftungsvorsitzende einen Eindruck vor Ort verschaffen. Sie hatte auch die Möglichkeit unter anderem ehemalige Kindersoldaten zu treffen und mit ihnen über ihr Trauma, ihre Sorgen und ihre Ängste zu sprechen. Die Gespräche haben zutiefst bewegt. Die ehemaligen Kindersoldaten sind Täter, aber vielmehr Opfer und müssen von uns unterstützt werden. Im Rahmen der UNICEF Hilfe können zumindest einige der Kinder befreit werden und sie können durch Wiedereingliederungsprogramme ein neues Leben in Familie und Gemeinschaft finden.

 

Auch im Südsudan können Kinder, die von bewaffneten Soldaten entführt und zum Kampf im Bürgerkrieg gezwungen wurden oder sich auch aus Armut und Not den Milizen angeschlossen haben durch UNICEF Maßnahmen gerettet werden. Bereits in den Jahren 2005 und 2010 war Ann Kathrin Linsenhoff in ihrer UNICEF Südsudan Reise vor Ort. Damals stand der Bau einer Entbindungs- und Krankenstation zur Verbesserung der medizinischen Versorgung im Fokus. In 2019 wurde durch die jährliche Spendenaktion während des Internationalen Festhallen Reitturnier Frankfurt für die Unterstützung der ehemaligen Kindersoldaten gesammelt. Spendengelder die 100 % dem Projekt im Südsudan zugeflossen sind.

Gib Deine rote Hand – digital!

#redhandday

Gemeinsam können wir die Ausbeutung von Kindern als Kindersoldaten und –soldatinnen stoppen!

Verbreite mit dem Symbol einer roten Hand die Forderung „Stopp! Kein Einsatz von Kindern als Soldatinnen und Soldaten!“

 

Ich unterstütze von ganzem Herzen den Aufruf am heutigen Aktionstag „Stopp – Kein Einsatz von Kindersoldaten*innen!“. Wir müssen alles tun, dass Kinder geschützt werden und ihr Recht, gesund und sicher aufzuwachsen und sich zu entwickeln oberste Priorität bekommt! Erheben wir gemeinsam die rote Hand!

Herzlichst

 

 

 

 

 

Stichwort: „Kongo“ oder „Südsudan“
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